Dingen eine Form zu geben, wirkt wie eine Lebensaufgabe von Anthony "Tony" Cragg.

Tony Cragg bringt es treffend auf den Punkt: "Es gibt immer mehr Möglichkeiten der Form, als ersichtlich sind.

Es gibt viel mehr Dinge die es nicht gibt, als Dinge, die es gibt."

Das Museum Küppersmühle (MKM) beherbergt seit 24.02.2011 bis zum 13.06.2011 mit 50 Skulpturen eine wunderbare Werkschau des Bildhauers.

Ich könnte jetzt diverse Lebensetappen des imposanten Künstlers aufführen, aber wozu, Intention des Artikels ist eigentlich nur, einen kleinen Fokus auf Formen die anders sind zu richten, alles andere wäre Beiwerk auf was der Künstler selbst ebenso verzichtet und seine reduzierten Formen wirken lässt.
Wer bis Juni verplant ist, dem sei der Skulpturenpark "Waldfrieden" in Wuppertal ans Herz gelegt, wo ich selber noch nicht war, aber wo ich bestimmt noch hinfahren werde.

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Homepage Museum Küppersmühle 

Skulpturenpark Waldfrieden

Der ewige Kreis von Liebe und selbst initiiertem Verlust!

Gavin_Friday_-_Each_man_killsIn diesem musikalischen Ausflug tauchen wir in eine mörderische Welt ab, die wir zwei wunderbaren Männern verdanken. Beide haben ihre Wurzeln unweit des wiegenden Liffeys in Dublin. Die Rede ist von Textgeber Oscar Fingal O' Flahertie Wills Wilde aka Oscar Wilde und Vocalist Fionán Martin Hanvey alias Gavin Friday. Oscar Wilde  wurde am 16. Oktober 1854 und Gavin Friday am 8. Oktober 1959 in Dublin geboren. Die Parallelen vom gemeinsamen Geburtsmonat und Ort lassen sich weiterführen. Beide fühlten sich in einigen Lebensabschnitten unverstanden. Der Text  von “Each Man Kills The Things He Loves“ wurde dem Gedicht The Ballad Of Reading Gaol (1898) von Oscar Wilde entlehnt. Entstanden ist die Ballade nachdem Oscar Wilde seine Haftstrafe wegen Homosexualität im Gefängnis Reading überstanden hatte.

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Grau werden und sich vom Sein lösen!

visage_fade_to_greyWie bei vielen anderen Bands erfolgte die Findung und Gründung der Mitglieder der hier beschatteten Soundtüftler in einem Londoner Nachtclub.  Midge Ure, Steve Strange und DJ Rusty Egan fanden und besiegelten das Projekt im Billy's. Der Song, der hier auf dem Seziertisch liegt, gehört scheinbar zu jeder JukeBox, die mit Titeln aus den 80ern bestückt ist. Die Rede ist vom kommerziellen Durchbruchssong der elektronischen Popmusik "Fade to Grey“ von Visage aus dem Jahr 1980. Mit diesem Song wurde der  Auftakt der New Romantic Bewegung beschrieben. Den musikalischen Wurf entwickelte Billy Currie und Chris Payne während der Soundchecks auf einer Gary-Numan-Tour. Und Zack war ein Song mit eingängigen Synthi-Attitüden scheinbar nebenbei kreiert worden. Es war ein Club-Hit, der in 21 Ländern in den Charts auf den 1. Platz stieg.  Bei "Fade to Grey" tritt eine charakteristische Verquickung von englischem und französischem Text, die in der damaligen und heutigen Musik nicht all zu häufig vorkommt, auf.

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Der Fremde in Robert Smith...

Cover Boys Don't CryFür den Ursprung des Liedes „Killing an Arab“ (1978 / 1979), die erste Single von The Cure, müssen wir in das Jahr 1976 reisen. Der 17-jährige Robert Smith (voc) gründet in Crawley, ca. 40 km südlich von London gelegen, mit seinen Klassenkameraden Michael Dempsey (b), Lol Tolhurst (dr) und Porl Thompson (g) von der St. Wilfrid's Catholic Comprehensive School die Band Easy Cure. 1978 benennt sich die Band nach dem Weggang von Porl Thompson in The Cure um. Der junge Robert hat ein, zwei Jahre zuvor Albert Camus’ Roman L'Étranger (The Stranger, Der Fremde) gelesen und war ergriffen. Der Roman erzählt die Geschichte eines introvertierten Mannes namens Meursault, der einen Mord begeht und in seiner Gefängniszelle auf die Hinrichtung wartet.

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Ein Refrain, der ambivalenter nicht sein könnte, „Hang the (blessed) DJ!“

TheSmiths_TheWorldWontListenFür den Ursprung des Songs 'Panic' von The Smiths kehren wir in die 80er Jahre zurück. Genauer gesagt 1986; am 26. April war die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, die die Welt erschütterte. Geschichten zur Entstehung des Songs besagen, dass Steven Patrick Morrissey alias Mozza aka Moz, der Sänger von The Smiths, die Nachricht im Radio an einem verregneten Nachmittag hörte. Der Moderator verkündete, dass sich der größte Reaktorunfall der Geschichte ereignet hätte. Hunderte wären dabei ums Leben gekommen. Millionen von Menschen würden an den Folgeschäden in den kommenden Jahrzehnten sterben. Und anschließend legte der Moderater die Initialzündung für den Text beim damaligen The Smiths-Sänger, in dem er  im Anschluss den seichten Song 'I'm your man' von Wham abspielt.

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Unsterblich gemeinsam mit Mark Burgess in der Zwischenwelt für ca. 7:47 verweilen.

Script_of_the_BridgeEs ist natürlich immer schwierig über alte und einem wichtige Musikschinken zu schreiben, aber das hier ist eine Herzenssache. Und Herzenssachen sind wichtig. Ich will nicht schreiben, dass bei den ersten Takten von The Chameleons 'Second Skin' eine Hysterie ausbricht, aber in den vernebelten Tanzhallen finden sich immer Leute, die lächelnd zur Tanzfläche huschen und im Nebel verschwinden. Und, wenn hier bei radio-decoder das Lied durch die binäre Achterbahn geschickt wird, entsenden Chat-Ansässige rollende Smilies zu Mark Burgess (Liedsänger) Hymnus auf den Soundteppich (und wer weiß schon, was sie noch so zu Hause anstellen).

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